1.Tag:

vollbeladen und voller Vorfreude gehts auf die Autobahn…Magdeburg, Halle, Leipzig, Hof…

Hinter Hof noch ein Abstecher nach Tschechien. Zum lecker Mittagessen und Einkaufen. Noch Volltanken und dann gehts schon wieder nach Deutschland, weiter Richtung Passau.

Wir hatten uns den Katalog vom „Landvergnügen“ besorgt. Hierfür bezahlt man ca. 35€ und kann auf allen aufgeführten Bauernhöfen mit seinem Wohnmobil für eine Nacht „kostenlos“ stehen. Das das nicht immer so „kostenlos“ ist, erzähle ich euch zu gg. Zeitpunkt.

Unser erster Hof aus dem Landvergnügen war der Hof in Hundswinkl. Ich glaube Hundswinkl besteht nur aus diesem einen Hof. Wir wurden sehr herzlich aufgenommen, durften uns auf den Hof stellen, bekamen wider Erwarten sogar Strom. Auf dem gegenüberliegenden Grundstück lagen die Ferienwohnungen und dort auf der grossen Wiese finden auch regelmäßig Zeltlager mit Kindern/Jugendlichen statt. Dort gab es sogar ein richtiges kleines Schwimmbecken welches die Kinder natürlich sofort nutzten.

Unsere Tochter bemerkte sofort die Ponys und durfte sogar auf ihnen alleine ausreiten. Dumm nur wenn man nicht glaubt das Ponys stur sein können. Ihr wurde nämlich davon abgeraten mit dem Pony auf die Wiese zu gehen, weil wenn dieses Pony erstmal anfängt zu fressen..macht es keinen Schritt mehr. Naja…wers nicht glaubt…der merkt es dann…

wir mussten ihr dann helfen das Pony wieder zurück zum Hof zu führen.

Tag 2:

nach einer angenehm ruhigen Nacht, und einem leckeren Frühstück mit frischen Brötchen und frischen Eiern verabschieden wir uns von Hundswinkler-Hof. Wir brauchen tatsächlich nichts bezahlen, es ist uns fast etwas unangenehm und lassen trotzdem etwas für die Spardose der Kinder da. Wir sind jederzeit wieder willkommen.

Nach 2 Stunden Fahrt erreichen wir Salzburg. Wir wollen uns die Stadt ansehen und suchen vergeblich einen Parkplatz. Irgendwann haben wir einen gefunden..neben einer Kirche…Wir ziehen ein Parkticket..für 2 Std. 14€ (!!!) Ok, Salzburg ist teuer.

Später erfuhr ich, das es in Salzburg günstiger wäre für die paar Stunden auf den Stellplatz zu parken, da soll es dann günstiger sein. Naja, wir sind ja noch Wohnmobil-Anfänger.

Aber es lohnt sich. Salzburg hat ein ganz besonderes Flair. Überall sieht man die Pferdekutschen. Wir bummeln ein wenig durch die Stadt, bestaunen die Ladenauslagen und deren Preise. Salzburg ist wirklich eine Reise wert…aber es ist wirklich teuer.

Unser nächstes Ziel ist der Wolfgangsee. Diesen kannten wir nur aus den alten deutschen Filmen. Aber ich muss sagen, dir Realität übertrifft alles. Erreicht man St. Gilgen, liegt am Tor zum Wolfgangsee, spürt man sofort die Ruhe und Entspanntheit. Keine Hektik, keine lauten Geräusche…alles ganz ruhig..Nachdem wir uns für den Campingplatz Ried am Wolfgangsee entschieden haben, checken wir für 4 Nächte ein. Der Platz liegt auch direkt am See, und ist in Terrassenform angelegt.

nachdem wir wieder alles ausgepackt haben, machen wir uns zu Fuß auf den Weg nach St. Wolfgang. Es ist unglaublich, aber diese Ruhe ist für uns „lärmgewohnten“ schon fast beängstigend. Auffallend ist, das hier kaum Kinder herumtollen, es eher wie ein Rentnerparadies wirkt.

Am nächsten Tag, wandern wir über Falkenstein nach St.Gilgen. Der Weg geht erst am See entlang, geht dann bergauf. durch den Wald, ein schöner aber doch anstrengender Weg. Im nachhinein bin ich froh, das wir den Weg spontan gewählt haben, hätten wir vorher gewusst was uns erwartet…Zwischendurch werden wir mit einem wunderschönen Blick auf den Wolfgangsee belohnt. Ich dachte ich höre nicht richtig, als ich von unseren Kindern höre „bohhh ist das schöööööön“. Nac gut 3h Fußmarsch erreichen wir St. Gilgen. Dort gönnen wir uns einen Döner und schauen uns die Gegend an. Ich bin ganz erstaunt, das die Kinder total begeistert von der Gegend sind. Und das wo die Pupertät schon angeklopft hat 🙂

Später fahren wir mit der Fähre wieder zurück nach Ried. Das Wetter ist einfach nur traumhaft.

Tag 6:

Am Abreisetag ist noch eine Fahrt mit der Zahnradbahn auf den Schafberg geplant. Wir checken also aus, zahlen pro Nacht 36€ und fahren zur Schafbergbahn. Wir müssen knapp 72€ bezahlen für 2 Erwachsene und 2 Kinder. Aber es lohnt sich. Die Aussicht von dort oben ist einfach atemberaubend. Und wie schnell doch die Wolken kommen und gehen und innerhalb von Minuten mal den ganzen Wolfgangsee verschwinden lassen.

Nach diesem tollen Tagesbeginn machen wir uns auf den Weg, zur Großglockner Hochalpenstrasse. Sie ist eine der Möglichkeiten die Alpen zu überqueren, allerdings sicher die interessanteste. Am Fuße der Großglockner Hochalpenstrasse befindet sich der Ort Fusch. Ein kleiner Ort, recht langgezogen. Hier werden wir noch eine Nacht bleiben um dann am nächsten Morgen in aller Frische die Alpenüberquerung zu starten.

Der Campingplatz liegt direkt an der Hauptstrasse, neben einem Hotel. Sanitäranlagen sind sauber, incl. Duschen zahlen wir 27€. Die Kinder spielen noch am neben dem Platz fliessenden Bächlein, nachdem wir noch auf Souvernierjagd waren.

Tag 7:

Auf dem Campingplatz gibt es die Mautkarten für die GG Hochalpenstrasse. Wir bezahlen mit Wohnmobil und 4 Personen 31€. Ich kam mir fast vor wie in einer Achterbahn, nur nicht so schnell. Der weibliche Teenie hinten, benötigte fast eine K…tüte..und mir ging es fast auch so. Wir Mädels waren dann irgendwann froh, das der Neben aufzog und man nicht mehr bis ganz unten runterschauen konnte. In unendlichen Serpentienen ging es immer weiter bergauf. Zwischendurch machen wir immer mal wieder Pause. Zum Gucken, Fotografieren..und staunen. Leider, oder Gott sei dank, zeigte sich das Wetter nicht von der besten Seite. Auf dem Parkplatz Fuschl in einer Höhe von ca. 2500m mussten wir uns wie im Winter einmummeln. Es war August, und hier hatten wir Minusgrade. Auch hier gingen wir natürlich wieder auf Souvenierjagd. Wer weiß wann man mal wieder hier herkommt. Und ganz altmodisch sammeln wir Schnapsgläser. Und Magnete für den Kühlschrank 🙂

Als wir noch ca. 3 Std. endlich wieder unten ankommen, scheint die Sonne, und der Sommer ist wieder da. Wir fahren weiter nach Kals.

Hier hatten wir uns einen schönen abgelegenen Campingplatz ausgesucht. Das Sanitär/Rezeptionsgebäude wirkte gigantisch gross und neu. Da es gerade Mittagspause war, mussten wir warten. Die Kinder tobten sich in Gummistiefeln aus..denn hier hingen die Wolken sehr tief. Als ein anderer Camper kam und uns darüber informierte das es hier in den nächsten Tagen wettertechnisch nicht besser werden sollte, entschlossen wir uns noch ein Stück weiter zu fahren.

Der nächste Interessante Platz, der uns lockt liegt schon in Norditalien. In Sexten. Wir wollen hier 2 Nächte auf dem Stellplatz verweilen, den Campingplatz können und wollen wir uns nicht leisten.

Wir stehen direkt vor den Dolomiten. Der Ausblick ist mal wieder atemberaubend. Der Campingplatz auch!! Es ist eine Art Wellnesscampingplatz der alles bietet was sonst auch gute Hotels im Süden anbieten. Von Kinderanimation über alle möglichen Wellnessanwendungen, Events ect. Selbst wenn man auf dem WC sitzt wird man mit lauschiger Musik und gedämpftem Licht verwöhnt. Der Stellplatz ist nicht so prickelnd. Er besteht aus Pflastersteinen mit Zwischenräumen. Und die Wagen stehen so dicht, das eine ausgefahrene Markise schon fast den Nachbarn berührt. Wir bezahlen für 2 Nächte Stellplatz 72€. Am 2. Tag feiert unsere Tochter ihren 13. Geburtstag. Zu diesem Anlass haben wir ihr einen Gutschein für einen Kletterkurs geschenkt. Diesen hat sie am Abreisetag noch eingelöst. Es war ein riesen Abenteuer.

Tag 9:

Heute geht es über den Brenner wieder Richtung Deutschland. Wir haben uns den Campingplatz in Judenstein, oberhalb von Insbruck ausgesucht. Ein mittelgrosser Platz mit grossem Sanitär- und Aufenthaltsgebäude. Hier kann man Fersehen und sich aufhalten.

Wir packen uns wieder aus, und geniessen das schöne Wetter. Hier wollen wir 2 Nächte bleiben. Am nächsten Tag fahren wir mit dem Bus nach Insbruck. Hier gibt es wieder vieles zu bestaunen. Sehr interessant fanden wir den Swarovski Laden. Ich dachte es wäre ein Museum, allerdings ist es ein Geschäfft mit sehr viel Ausstellungsfläche. Auch hier gibt es viel Unterhaltung in der Fußgängerzone, immer wieder begegnen wir Alleinunterhaltern, riesigen Menschen (auf Stelzen), Malern oder sonstigen Künstlern. Im Gegensatz zu Salzburg kann man hier sogar mal etwas essen, ohne das man arm wird.

Tag 11:

Heute machen wir uns langsam auf den Rückweg. Bei Füssen überqueren wir die Grenze und haben wieder deutschen Boden unter den Rädern. Wir entschließen uns kurzfristig noch einen Abstecher nach Schloß Neuschwanstein zu machen. Das Wetter ist super..die Warteschlangen am Ticketschalter gigantisch lang. Irgendwann, nachdem wir schon eine gefühlte Ewigkeit gewartet haben, erfahren wir, das wenn wir heute noch ein Ticket bekommen, wir heute aber nicht mehr ins Schloß reinkönnen. Dieses Ticket wäre dann für morgen. Ok..wir wieder raus aus der Schlange…und dann nur mit der Pferdekutsche hochgefahren. Und haben uns das Schloß von draussen angeschaut. Sehr interessant fanden wir das die Souveniers oben am Schloß günstiger waren als unten am Ticketschalter. Sehr merkwürdig. Wir schauen uns das Schloß von aussen an, trinken einen Kaffee kaufen Souveniers und machen uns auf den Rückweg zum Wohnmobil.

Niederrieden ist unser nächstes Ziel. Hier ist ein Bauernhof vom „Landvergnügen“. Als wir ankommen, werden wir gebeten noch zu warten. Nach ca. 2h kommt der Hofherr. Er zeigt uns alles, auch seinen Hofladen. Lässt uns von seinem Käse probieren und zeigt auf die Preisliste. Wir kaufen keinen Käse. Später als wir im Wohnmobil sitzen, klopft es, er reicht uns seine Preisliste. Wir staunen nicht schlecht. Stand doch im „Landvergnügen“ das wir dort kostenlos stehen können, das dies mit dem Kauf den Kataloges abgedeckt ist.

Laut Preisliste sollen wir nicht nur fürs Duschen 2,50/Person bezahlen, nein auch die WC Benutzung muss bezahlt werden. Wir waren sowas von geplättet, das wir kurzerhand den Hof verließen und nach Memmingen weiterfahren.

In Memmingen ist der Stellplatz rappelvoll. wir können uns aber gegenüber vor eine Werkstatt stellen. Ohne Strom, egal…wir sind alle hundemüde.

Tag 12:

Heute steht der Besuch im Legoland Günzburg auf dem Programm. Wir haben 50% Gutscheine und bezahlen so nur 80€. Wir haben uns vorsorglich genügend Getränke mitgenommen und ein wenig zu Essen. Auf gehts…fast jedes Fahrgeschäft wird getestet.

Ich halte mich lieber an meine Camera. Die Kinder geniessen die Fahrgeschäfte, staunen über die unzähligen Legobauten und geniessen den Ausblick von ganz oben.

Nach diesem aufregenden Tag machen wir noch einen Zwischenstop in Bad Kissingen. Dort kann man vor der Therme mit dem Wohnmobil stehen. Es gibt Stromsäulen und man darf die Sanitäranlagen in der Therme nutzen. 2 Std. Therme sind auch inclusive.

Tag 13:

Heute geht es über die A7 und A2 wieder nachhause.

Fazit:

diese Reise wird uns auf jedenfall in Erinnerung bleiben. So viele schöne Eindrücke haben wir erlebt. Und die Tagesetappen waren auch besser geplant als noch im vergangenen Jahr.

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