Tag 1:

Stadtmarina Brandenburg…durch die Glaskugel

da es in der Stadtmarina Brandenburg so schön war, ist das unser 1. Ziel. Diesmal haben wir in der 1. Reihe gebucht..direkt am Wasser. Einfach nur traumhaft, den vorbeifahrenden Booten und Schiffen zuzuschauen. Nach dem Einchecken Räder runter und los. Hier gibt es einen Storchenradweg, einmal um den Beetzsee herum. Das war unser Tagesplan.

Der Storchenradweg hat eine Länge von 35km, und da hier alles schön flach ist, ist es auch für ungeübte Radler gut zu bewältigen. Fast die ganze Strecke geht am Wasser entlang. Und alle paar Kilometer gibt es ein Storchenhorst, meist sogar mit Infotafel.

Direkt an der Seebrücke, gibt es ein kleines Ausflugslokal. Die Fischsuppe ist der absolute Hammer 😉

Nach knapp 6h waren wir zurück in der Stadtmarina. Es war ein sehr schöner Ausflug, man sollte nur genügend Zeit einplanen und die Camera auf keinen Fall vergessen.

Tag 2:

Heute war eigentlich geplant, den halben Tag in Carls Erdbeerhof bei Berlin zu verbringen. Da es aber in Ströhmen regnet, gehen wir dort nur in die Markthalle. Schauen dafür bei der Herstellung von Bonbons zu.

Unser nächstes Ziel ist Niederfinow bei Eberswalde, nördöstlich von Berlin. Dort gibt es ein atemberaubendes Schiffshebewerk. Dieses bestaunen wir, und können zusehen wie die Boote „Fahrstuhl“ fahren. Direkt am Fuße des Schiffshebewerkes ist ein Stellplatz. Da die Sanitäranlage geschlossen sind, können wir hier nicht bleiben, also geht es weiter, in den Ort Niederfinow, zu einem kleinen Campingplatz. Camping Triangel.

Ein sehr kleiner nett geführter Campingplatz. Es gibt sogar etwas zu essen. Sehr idyllisch gelegen. Nur, Duschvorhänge..und keine Türen, sind für mich ein NOGo. Wir bleiben eine Nacht, und dann geht es weiter.

3. Tag:

Im Ort entdecken wir noch diese tolle Haus..gleicht eher einem Museum…einfach genial

Das Gebiet zwischen Bad Freienwalde und Küstrin bis an die Oder ist mit Storchenhorsten übersäät. Hier habe ich meine Camera wirklich gefordert. Da mir meine externe Festplatte kaputt gegangen ist, sind die meisten Bilder nur noch in meiner Erinnerung..leider.

Diese Ecke lohnt sich für Storchenfreunde auf jedenfall. Sehr ruhig und ländlich, ohne viel Verkehr. Oderaue, Neulewin, Letschin, Zechin, Golzow um nur einige wenige Orte zu nennen.

Wir hatten geplant ein paar unserer Urlaubstage in Polen zu verbringen. Rausgesucht hatte ich den Campingplatz Ranchokimana in der Nähe von Lagów. Hier sollte man angeln können, daher hatten wir diesen Platz ausgesucht. Als wir ankamen staunten wir nicht schlecht. Es war mitten im Sommer und kein einziger Gast war dort. Auf der Homepage wurde damit geworden das sie auch deutsch sprechen, das es lediglich der 12jährige Sohn des Betreiberehepaars damit gemeint war..wussten wir nicht. Irgendwie war es uns nicht ganz wohl, die einzigen Gäste dort zu sein, und beschlossen weiter zu fahren. Sehr schade, denn der Platz machte einen netten Eindruck.

Auf geht es nach Campingpark Magnolia bei Bronkow. Hier ist schon etwas mehr los. Wir werden sehr nett empfangen, hier spricht man auch gebrochen deutsch. Wir dürfen uns einen Platz aussuchen, unser Junior geht sofort den See checken…hier kann man baden und angeln. Der Platz ist wirklich schön, keine vorparzellierten Plätze sondern wie eine große Wiese mit vereinzelten Büschen und Tannen, und jeder schaut wo er stehen möchte.

Sanitäranlagen..naja.

Wir geniessen den Tag, Junior geht angeln…und abends wird noch der Grill angeworfen.

Tag 4:

Unser heutiges Ziel ist der Spreewald. Davon habe ich schon Jahrzehnte geträumt, aber irgendwie sind wir dort noch nie hingekommen. Ich hatte den Campingplatz „Halbinsel Raatsch“ ausgewählt. Dieser liegt an einem grossen See, also ideal zum baden, angeln und Boot fahren. Wir wurden sehr nett empfangen; hier gibt es auch ein kleines Restaurant.

Wir checken für 4 Nächte ein, bezahlen 120€ und packen aus. Was mich ein wenig irritiert, ich kannte den Spreewald nur aus dem Fernsehen, aber davon war hier weit und breit nichts zu sehen. Als ich nachfragte, wurde mir erklärt das das typisch spreewäldische Kanalsystem nur zwischen Lübben und Lübbenau vorhanden ist, der Spreewald selber aber viel grösser ist.

Die Gegend hier ist perfekt zum Radeln, Geocachen und sonstige Aktivitäten in der Natur. Wir sind jeden Tag mit den Rädern unterwegs, vorwiegend auf der Suche nach Storchenhorsten. 50km am Tag sind kein Problem hier. Es ist alles super flach und sehr gut zu fahren. Der Spreewald ist seid diesem Besuch einer meiner Urlaubfavoriten geworden. Er ist wunderschön und es gibt so viele zu sehen. In Schlepzig z.b. gibt es ein Bauernmuseum welches gerade dazu einlädt in vergangene Tage einzutauchen. Nachdem man sich alles ausgiebig angeschaut hat, lädt eine grosse Linde im Innenhof zum Kaffee ein. Dieses Museum ist auch für Kinder sehr empfehlenswert.

Ebenso kann man hier eine historische Dorfmühle besichtigen, sowie eine Schnapsbrennerei. Bei Angela Neumann in der Dorfstrasse 99 haben wir den weltbesten Honig bekommen, den wir je gegessen haben. Selbstverständlich gibt es auch hier, mehrere Storchenhorste.

Was hier natürlich nicht vergessen werden darf, ist eine Kahnfahrt. Sie war einfach traumhaft. Ich habe soviele schöne Bilder gemacht, und könnte schreien weil die meisten nicht mehr vorhanden sind…

Am besten einfach hinfahren und selbst erleben.

Tag 8:

heute soll es zu den so spreewaldtypischen Kanälen gehen. Wir machen uns auf den Weg nach Lübbenau. Hier soll es einen bezahlbaren Stellplatz geben…Spreewald Caravan- und Wohnmobilpark in der Dammstrasse. Denn so schön wie der Spreewald ist, die Campingplatz sind nicht ganz preiswert. Als wir den Stellplatz erreichen sind wir hin und weg. Eigentlich ein Campingplatz, nur ohne Gaststätte. 1a Sanitäranlagen, sehr sehr freundliche Mitarbeiter. Wir sind froh das wir noch ein Plätzchen bekommen. Stehen aber Gott sei dank nicht so eng, wie damals in Sexten. Da wir irgendwie keinen TV Empfang haben, werden wir kurzerhand an die Nachbarschüssel mit angeschlossen. Sehr sehr nett alle. Wir bezahlen pro Nacht 20€ und sind total happy. Direkt um die Ecke, keine 5min Fußweg ist er da…der Spreewald wie ih ihn aus dem Fernsehen kannte. Ein Traum aus Wasser und Grün. Wir sind wieder von morgens bis abends mit den Rädern unterwegs, der Spreewald lädt förmlich dazu ein. In Lehde, nur wenige km entfernt und mit dem Rad sehr gut zu erreichen befindet sich das Freiluftmuseum. Fast noch schöner als das Bauernmuseum in Schlepzig, sehr schön gemacht. Eine Frau in alter Tracht erklärt uns das Leben von damals. Sie führt uns von einem zum anderen Haus, und viele alte Handwerke werden vorgeführt und zum selbstprobieren angeboten. Ein unvergesslicher Ausflug.

11.Tag:

Nach diesen unvergeßlichen Tagen im Spreewald machen wir uns nun langsam Richtung Heimat auf den Weg. Vorher machen wir noch einen Umweg und fahren nochmal nach Schlepzig zurück, um dort nochmal Honig zu kaufen. 😉

Unser letzter Halt soll im Potsdamer Umland sein. Wir steuern den Campingplatz Himmelreich an. Hier steppt der Bär. Man hat das Gefühl halb Berlin ist hier, um den Sommerurlaub zu verbringen. An einem schönen See gelegen und viel Platz zum austoben.

Kosten pro Nacht 35€. Wir wollen mit den Rädern nach Potsdam reinfahren und uns u.a. das Schloß Sanssouci anschauen. Der Park ist riesig, leider gibt es hier momentan einige Baustellen. Wir besorgen uns noch Tickets für das Schloß… Als wir nach einiger Wartezeit hinein dürfen, sind wir irgendwie enttäuscht. Jeder Besucher bekommt einen Knopf ins Ohr, sowie eine Fernbedienung in die Hand. Man geht von Raum zu Raum, und lässt sich über Kopfhörer einen Text ansagen….mit Erklärungen zum jeweiligen Raum. Also irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt..Danke, sowas nie wieder.

Auf dem Rückweg, gibt es noch ein Eis, und abends lassen wir es uns im Bistro auf dem Campingplatz ein letztes Mal schmecken. Dafür das das Bistro eher wie ein Imbiß wirkt, und man eigentlich keine grossen Erwartungen hat, sah der Salat aus wie aus einer 5 Sterne Küche. Ich war begeistert.

Am nächsten Tag geht es wieder nachhause.

Fazit: Dieser Urlaub wird unvergessen bleiben. Der Spreewald ist mehr als einen Urlaub wert, wunderschön, ein traumhafter Traum. Wir kommen ganz bestimmt wieder.

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