Harrachov – Zakopane – Torun – Stegna bei Danzig

1.Tag:

Dienstag morgen, 7Uhr. Unsere erste richtige große Tour. Über die A2, A14 und A4 geht es nach Görlitz. Dann weiter über die A30 gen Süden. Gleich hinter Greifenberg findet man auf der linken Seite ein Restaurant. Hier essen wir schon seid Jahren immer zu Mittag, leckeres Essen, super Preise, mit Spielplatz draussen. Im Sommer kann man draussen sitzen, einfach herrlich. -> zornica.pl

Nach der Stärkung ist unser erstes Ziel nicht mehr weit, wir fahren über Jelenia Góra um dann nach Harrachov zu gelangen. Harrachov liegt direkt an der tschechisch-polnischen Grenze. Hier sind wir meistens in den Osterferien, wo meine Family dann zum Skifahren auf die Pisten geht. Ich geniesse eher die Ruhe, das nicht kochen müssen und bin immer auf der Suche nach guten Objektiven die von der Camera eingefangen werden wollen.

Der Campingplatz in Harrachov liegt gleich am Ortseingang auf der rechten Seite, genau gegenüber vom Norma. Der Platz ist nicht gross, recht unscheinbar, aber die Sanitäranlagen sind sauber. Das ist uns immer besonders wichtig. Das man in Tschechien und Polen andere Maßstäbe an den Tag legt als in Deutschland, sollte klar sein. Die Preise sind ja auch meist niedriger. Wir bezahlen pro Nacht 20€ (2 Erw./2Kinder).

Harrachov ist eigentlich ein Wintersportort. Aber im Sommer auch absolut zu empfehlen. Hier gibt es fast alles was man braucht um sich zu erholen. Einkaufsmöglichkeiten, Cafes, Restaurants, eine Bierbrauerei und da das Riesengebirge nun auch im 20. Jahrhundert angekommen ist, wird auch immer etwas attraktives für die Touristen angeboten

2.Tag:

heute geht es weiter, wieder zurück nach Jelenia Góra um dann über die Autobahn Richtung Zakopane. Wir müssen 16,20 polnische Zloty bezahlen. Das sind ca. 4€.

Die knapp 500km ziehen sich wie Kaugummi. Als wir nach einigen Pausen endlich die Berge der Hohen Tatra sehen sind wir wieder hellwach. Am späten Abend erreichen wir den Campingplatz Harenda.

Dieser liegt direkt vor den Toren von Zakopane auf einer Anhöhe. Der Weitblick auf die Berge ist fantastisch. Es ist ein recht kleiner familierer Platz. Sanitäranlagen sind ok, Duschen nur zwischen 7 und 22Uhr. Wäsche kann man abgeben zum waschen für umgerechnet 2,50€. Morgens um 7Uhr bekommt man seine Wäsche frisch gewaschen wieder.

Es ist herrlich, morgens beim Frühstück auf die Berge zu schauen. Ein Genuss pur.

Zakopane ist eine Kleinstadt, die absolut auf Touristen ausgelegt ist. An jeder Ecke findet man Dinge die Touristen dringend benötigen. Die Zahnradbahn wollten wir uns nicht entgehen lassen. Also 4 Tickets und ab. Wir waren gespannt was uns oben erwartet. Ein Ausflugscafe? wie wir es aus dem Harz kennen? Oder einfach nur eine Bank und schöner Ausblick?Wir staunten nicht schlecht. Hier oben war Jahrmarkt. Viele Fahrgeschäfte und Fressbuden, es steppte der Bär. Die Kinder waren gleich hin und weg- und wir waren froh das die Preise hier ein anderes Nieveau haben, als in Deutschland. Die Kinder haben sich köstlich amüsiert und wir genossen den günstigen Kaffee und den strahlenden Sonnenschein.

Anschließend sind wir zu Fuß den Berg hinabgestiegen. Anstatt einem Fußmarsch zum Campingplatz zurück, haben wir die Kutsche genommen. Diese sind hier wirklich günstig, und eine schöne Taxi-Alternative.

4 Nächte lassen wir es uns in Zakopane gut gehen. Bevor es weiter gen Norden geht.

6.Tag:

Nach dem frühen Frühstück brechen wir kurz nach 8Uhr auf. Wir machen noch einen kurzen Abstecher auf den nächstgelegenen Bergkamm. Die Aussicht überzeugt uns, hier müssen wir nochmal hin. Dann geht es wieder zurück, gen Norden. Eigentlich ist unser Ziel Stegna bei Danzig. Wir merken aber schnell, das die geplanten Tagesetappen viel zu gross geplant sind. Wir fahren also über Krakow nach Lodz. Im Campingführer sind 2 Campingplatz eingetragen. Die Schilder finden wir, die Campingplätze nicht. Wir sind total abgenervt, und beschließen weiter nach Torun zu fahren. Gegen 22Uhr haben wir den Platz in Torun erreicht. Er liegt direkt an einem Hauptverkehrsstrassenkreuz. (gefühlt wie unterm Funkturm).

Die Sanitäranlagen sind erste Sahne, dafür scheinen die Mücken uns zu mögen. Wir gehen uns nur schnell waschen und ab ins Bett. Am nächsten Morgens bezahlen wir 16€ und machen uns vom Acker. Frühstück gibt es unterwegs auf einem Autobahnparkplatz. Die Parkplätze in Polen sind echt super. Viele überdachte Sitzecken, wo man auch bei schlechtem Wetter im trockenen sitzen kann. Wir packen unseren Kühlschrank aus und lassen uns das Frühstück schmecken. Toiletten gratis und sauber. Was will man mehr?

Gegen 11Uhr erreichen wir Gdansk (Danzig) und biegen von hier ab gen Westen. Stegna heisst unser nächstes Ziel. Man merkt hier schon das Russland näher ist als Deutschland. Kaum deutsche oder englische Worte hört oder liest man. Alles recht einfach gehalten. Aber völlig ok. Solange wie es sauber ist, reicht uns das.

Wir steuern den Campingplatz 159 an.

Wir fühlen uns gleich wohl. Der Campingplatz bietet bei diesem heißen Wetter auch Schatten. Wir bekommen einen Platz unweit der Sanitäranlagen (Konfirmandenblase lässt grüssen) und richten uns ein. Sanitäranlagen sind ok, Waschmaschinen sind auch vorhanden, die Betreiber sprechen deutsch. Sonst kaum deutsche Touristen.

Stegna liegt direkt am Meer, und ist ein absoluter Touristenort. Soweit das Auge reicht weißer Sandstrand..und das Meer. Einfach traumhaft. In weniger als 3 Minuten erreichen wir das Meer. Überall gibt es Eisstände und Möglichkeiten etwas zu essen oder trinken. Oder auch um Souveniers mitzunehmen. Im Ort und zum Strand fährt eine Bimmelbahn, die man auch sehr günstig als Taxi benutzen kann. Das nutzen wir natürlich auch, denn wie so oft, wieder viel zu viel eingekauft.

Wir bleiben 3 Nächte hier, geniessen Sommer, Sonne, Strand und Meer.

9.Tag:

Heute machen wir uns langsam auf den Rückweg. Wir fahren landeinwärts und geniessen die Landschaft. Wo man Pause machen kann machen wir Pause, wir haben es ja nicht eilig.

Als Zwischenstopp haben wir uns den Campingplatz Sulecin ausgewählt. Hier wollen wir eine letzte Übernachtung einlegen, allerdings scheint der Platz wie vom Erdboden verschwunden zu sein. Schilder finden wir…aber den Platz nicht. Der Campingführer empfiehlt uns als Alternative den Platz in Strychy. Auch dieser scheint unauffindbar. Total genervt beschließen wir noch das letzte Stück nach Deutschland zu fahren, und dort den ersten Platz anzusteuern.

In Alt-Zeschdorf, gleich hinter Frankfurt/Oder gibt es einen Platz. Wir finden ihn sogar. Juhuu!!!

Wir bekommen noch etwas zu essen. Sanitäranlagen sind in Containern. Ich hatte mich auf Wlan gefreut, aber 5€ pro Tag ist mir echt zuviel. Ich verzichte dankend. Kosten für die eine Nacht 29,30€. Als Notllösung ok…aber sonst?

10.Tag:

Wir fahren nochmal nach Polen, nach Slubice. Hier gibt es einen grossen Polenmarkt, sowie Diskounter die noch günstiger sind als bei uns.. Hier werden noch die letzten Slotys ausgegeben, die Kinder verprassen noch ihr letztes Urlaubstaschengeld. Nachdem dann alle Einkäufe eingeladen sind (warum kauft man immer soooviel ein???) geht es auf die A2 Richtung Heimat.

FAZIT:

Polen wird uns wieder sehen. Polen ist ein wirklich sehenswertes Land, mit sehr vielen Facetten. Ob Meer oder Hochgebirge, Wald oder flaches Land..eine Reise ist Polen immer wert.

Solch lange Tagesetappen gehen überhaupt garnicht. Das habe ich gelernt. In Zukunft max. 200km pro Tag, dann ist man auch während der Tage an denen man fährt entspannt..

Aber aus Fehlern lernt man ja 🙂

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s